Favorit setzt sich durch!

ACHTELFINALE im AOK-Landespokal
Ludwigsfelder FC – Oranienburger FC Eintracht   4:1 (3:0)

LFC: Lindner – Matthäs, Karaschewitz, Romanovski (63. Auerswald), Hager, van Humbeeck (46. Wypart), S. Eichhorn, Blisse, A. Eichhorn, Mussijenko, Wladyko (52. Poznanski)
OFC: Roggentin – Knaack, Hölle, Malanowski, Heßler, R. Kretschmann, Jürgens(46. Völkel), Djoumessi Ntatino (46. Heidenreich), A. Schütze, Unger (61. Wohlatz), Okoro

Zuschauer: 174  im Waldstadion, Ludwigsfelde          Schiedsrichter: Max Stramke  (Elsterheide)
Torfolge:  1:0 (21.) Romanovski,  2:0 (24.) van Humbeeck,  3:0 (41.) Wladyko, 4:0 (47.) Mussijenko,
4:1 (86.) Heidenreich

(sz/rl) Das Achtelfinale im AOK-Landespokal war für Brandenburgligist Oranienburger FC Eintracht die Endstation im diesjährigen Wettbewerb. Beim Liga-Kontrahenten Ludwigsfelder FC kassierten die Kreisstädter eine klare 1:4 (0:3) Niederlage. Wenige Tage nach den Kreuzbandrissen von Alex Popescu und Fabian Lenz musste Trainer Hans Oertwig auch auf die Leistungsträger Kevin Czasch und Sascha Rentmeister verzichten. In die Startelf rutschte Neuzugang Tim Juergens (19 Jahre) und der gleichaltrige Randy Kretschmann, der im April sein bislang einziges Spiel in der Brandenburgliga bestritten hatte. „Ich habe mich gefreut, meinen Einstand geben zu können. Aber es ist so schwer, dann gleich gegen so eine Truppe spielen zu müssen.” In der Anfangsphase sahen die 174 Zuschauer ein verteiltes Spiel zwischen den Strafräumen. Als die in der Liga noch ungeschlagenen Hausherren (vier Siege, zwei Remis) ihre Bemühungen intensivierten, wirkten die neu formierten Gäste etwas überfordert. „Wir haben die Tore selber aufgelegt. In der ersten Halbzeit war zu sehen, dass bei uns viele gefehlt haben”, räumte Sebastian Knaack ein. Allein Fabian Lenz, der zuletzt in einer Superform gewesen sei, wurde spürbar vermisst. „Wir hatten Schwierigkeiten und wurden vom Gegner phasenweise überrannt”, lautete Kretschmanns Kommentar zu Hälfte eins. In der 17. Minute hatte der OFC noch Glück, als Paul van Humbeeck nach steilem Zuspiel aus halblinker Position die Lattenunterkante traf. Vier Minuten später gelang dem LFC die Führung. Nach einem langen Ball traf Maxim Romanovski (21.) von der Strafraumgrenze flach ins Eck. Und schnell folgte der zweite Treffer: Die Eintracht spielte vergeblich auf Abseits, Paul van Humbeeck spielte Keeper Sven Roggentin aus und schob ein (24.). Für Spannung hätte Parfait Djoumessi Ntatino sorgen können. In aussichtsreicher Position legte er jedoch schlecht auf den freien Nebenmann ab und vergab so eine Riesenchance. Wenig später führte ein Konter über die linke Seite zur Vorentscheidung durch Sebastian Wladyko (41.). Im zweiten Abschnitt waren keine zwei Minuten gespielt, als Stefan Mussijenko eine flache Eingabe unbedrängt einschob. Im weiteren Verlauf zeigten die Oranienburger Moral. „Wir erlangten mehr Stabilität, wenn ich auch nicht weiß, wie viel Bock der Gegner noch hatte”, so Sebastian Knaack nach Spielende. Sein Team hatte einige gute Chancen. Nach Zuspiel von Alexander Schütze setzte Miguel Unger das Leder über den Kasten (59.) und Pascal Heidenreich zwang den LFC-Keeper Lucas Lindner zu einer Glanzparade (83.), bevor er den Ehrentreffer erzielte (85.).
LFC-Trainer Volker Löbenberg meinte nach dem Abpfiff: Es war ein hochverdienter Sieg. Wir haben 40, 50 Minuten überragend gespielt. Da waren Spielzüge und gut herausgespielte Tore dabei. Das kann man nicht viel besser spielen. Ich wünsche dem OFC, dass er die schwierige personelle Situation verarbeitet. Solche Verletzungen können ein Team zurückwerfen, aber auch zusammenschweißen. Auf der Gegenseite sagte OFC-Trainer Hans Oertwig auf der anschließenden Pressekonferenz: Es war ein verdienter Erfolg für Ludwigsfelde. Ich bin keiner, der nach Ausreden sucht und Alibis parat hat. Aber wir hatten zwei Kreuzbandrisse in einer Woche. Fabian Lenz ist nicht zu ersetzen. Er ist ein wichtiger Faktor in meiner Spielausrichtung. Auch andere wichtige Spieler fehlten. Im Spiel war zu sehen, dass wir nicht das umsetzen konnten, wozu wir in der Lage sind. Ich stelle mich aber schützend vor meine Jungs. Wir haben bislang eine tolle Runde gespielt und werden wieder zurückkommen.