Wertvoller Punktgewinn !

Werderaner FC Viktoria 1920 – Oranienburger FC Eintracht  1:1 (0:1)

WFC: Rauch – Bolz, Thümmler, Suchacek, Blondzik, Madjouka (63.P.Schenk) – Meschter, Noukimou, Harjehusen (46.S. Schenk) – Conrado Prudente, Ronis (57.Teichmann)
OFC: Roggentin (55. Herrmann) – R. Kretschmann), Völkel, Hölle, Knaack– Rentmeister, Wohlatz – Witte (89.Heßler), Heidenreich, Jürgens (71.Djoumessi Ntatino) – Markgraf

Gelbe Karten: keine (WFC) –  Rentmeister (F) (OFC)
Zuschauer: 71 auf dem Arno-Franz Sportplatz, Werder
Torfolge:  0:1 (13.) Rentmeister, 1:1 (84.) Suchacek,   Schiedsrichter: Tobias Starost  (Kloster Lehnin)

(rl) Noch getragen vom Derbysieg der Vorwoche, gelang dem OFC am Sonnabendnachmittag beim Werderaner FC Viktoria unter ziemlich widrigen Bedingungen eine hochverdiente und sehr wertvolle 1:1 (0:1) Punkteteilung. Und eigentlich kann man vom Auftritt des ziemlich ausgedünnten Gästeaufgebots nur den Hut ziehen. Denn zumindest im ersten Durchgang bot der OFC mit der starken Windunterstützung eine richtig gute Leistung. Nach einer knappen Viertelstunde hatte man sich auch schon mit dem Führungstreffer für das engagierte Auftreten belohnt. Einen sehenswerten Angriff über Tim Witte und Marc Markgraf der das Leder gekonnt in den Rücken der WFC-Abwehr passte nutzte der diesmalige Kapitän Sascha Rentmeister (13.) zur verdienten Gästeführung. Einziges Manko aus Sicht der Gäste in dieser Phase war, dass die sich weiterhin bietenden guten Gelegenheiten durch Marc Markgraf (29.) und Pascal Heidenreich (37.) nicht zum Ausbau der Führung genutzt wurden. In der Pause hatte der scheidende WFC-Trainer Sven Thoß, der ab der kommenden Woche zum Regionalligisten FSV Luckenwalde wechselt, sein Team anscheinend noch einmal neu motiviert, denn der Gastgeber begann nun mit dem Wind im Rücken sehr druckvoll. Und 10 Minuten nach Wiederbeginn folgte wohl eine mit spielentscheidende Szene, als die schon personell gebeutelten Gäste mit Torhüter Sven Roggentin, der sich eine Handverletzung zuzog, einen weiteren Verletzten zu beklagen hatten. Doch der nun das OFC-Gehäuse hütende Henrik Herrmann fügte sich gleich nahtlos ein. Der zumeist mit langen Bällen für immer mehr Druck sorgende Platzbesitzer kam nun zu einigen guten Möglichkeiten durch Rafael Conrado Prudente (58.) und Leonnel Noukimou (62.) die von den Gästen verständlicherweise nicht komplett verhindert werden konnten. Doch auch in dieser Drangphase des Gastgebers boten sich dem OFC weitere Gelegenheiten durch Marc Markgraf (64.), Tobias Völkel (69.) und des eingewechselten Parfait Djoumessi Ntatino (76., 79.) um eine Vorentscheidung herbeiführen zu können. Leider rächte sich die unzureichende Chancenverwertung der Kreisstädter in den Schlussminuten, als dem nie aufsteckenden WFC doch noch der Ausgleich gelang. Nach einem Eckball war der aufgerückte WFC-Kapitän Ondrej Suchacek (84.) mit dem Kopf zur Stelle und überwand den in dieser Szene eine etwas unglückliche Figur machenden Henrik Herrmann im OFC-Kasten. Nach dem Abpfiff zeigte sich OFC-Trainer Hans Oertwig dennoch hochzufrieden über den Auftritt seiner Mannschaft. Er bescheinigte seinem Team eine große kämpferische Leistung mit einem verdienten Punktgewinn, den man allerdings auf Grund der Torhüterverletzung erneut teuer bezahlen musste.

 

OFC feiert Derbysieg !

Oranienburger FC Eintracht – TuS 1896 Sachsenhausen  2:0 (0:0)

OFC: Roggentin – R. Kretschmann, Malanowski, Hölle, Knaack– Völkel, Rentmeister, Wohlatz (89. Heßler), Unger (61. Markgraf) – A. Schütze (77. Heidenreich), Djoumessi Ntatino
TuS: Schrobback – Weigt, Pilz, Wolter, Pressmann – Wiesner (80. Wnuczek), Wulff (75. Nowark), Rutzen (71. Höpfner), Brandt – A. Müller, Groll

Gelbe Karten: Hölle (F), Markgraf (U) (beide OFC) – Weigt (F), Rutzen (F) (beide TuS)
Rote Karten: Malanowski (57./U) (OFC) – Wolter (57./U) (TuS)

Zuschauer: 1050 in der ORAFOL-Arena, Oranienburg        Schiedsrichter: Tino Stein  (Potsdam)
Torfolge:  1:0 (70.) Markgraf,  2:0 (90.+5.) Völkel

(rl/buz)  Das mit Spannung erwartete Oranienburger Stadtderby konnte der gastgebende OFC gegen den Stadtrivalen TuS 1896 Sachsenhausen mit 2:0 (0:0) Toren für sich entschieden. Damit gelang es dem Gastgeber nach vier Derby-Niederlagen am Stück mal wieder den Platz als Sieger zu verlassen. Vor 1050 Zuschauern in der „ORAFOL-Arena“ brachte Joker Marc Markgraf kurz nach seiner Einwechslung die Eintracht auf Kurs, Tobias Völkel entschied das Derby mit einer Energieleistung in der Nachspielzeit. Überschattet wurde das lange Zeit recht emotionslose Stadtduell von zwei Platzverweisen innerhalb weniger Sekunden, die in der zweiten Halbzeit und weit nach Spielende die Gemüter noch erhitzen sollten. Vor allem in der ersten Spielhäfte sahen die Zuschauer eine von der Taktik geprägte Partie. Kein Team wollte unnötiges Risiko eingehen, beide Abwehrreihen standen sicher und hatten die gegnerischen Sturmreihen weitestgehend im Griff. So sollte es bis zur 26. Minute dauern, ehe der erste nennenswerte Torschuss zu vermelden war, doch OFC-Keeper Sven Roggentin parierte einen Schuss von Andor Müller aus 16 Metern sicher. Nur zwei Minuten später war TuS-Keeper Nick Schrobback gefordert und parierte glänzend per Fußabwehr gegen den frei vor ihm auftauchenden Alexander Schütze. Mehr sollte in den ersten 45 Minuten vor den beiden Toren nicht passieren, der OFC besaß leichte Feldvorteile in einer insgesamt eher chancenarmen ersten Halbzeit. Dies sollte sich nach dem Wechsel schnell ändern, denn der Gast hatte nur zwei Minuten nach Wiederbeginn den ersten „Riesen“, doch Sven Roggentin parierte glänzend gegen Christopher Groll. Wenige Minuten später kochte erstmals das Feuer in diesem Stadtduell. Nach einer unübersichtlichen Situation zeigte Schiedsrichter Tino Stein, der die Paarung nicht wirklich im Griff hatte, insgesamt dreimal Rot, nahm aber den Platzverweis gegen Christopher Groll zurück. OFC-Kapitän Jerome Malanowski und TuS-Akteur Pascal Wolter mussten dagegen den Platz verlassen – beide wegen angeblicher Beleidigung. Trotz wilder Proteste beider Seiten blieb es bei dieser Entscheidung. Beide Teams hatten aber anschließend die Nerven im Griff. Zum Derbyhelden sollte nach 70 Minuten Marc Markgraf avancieren, der neun Minuten nach seiner Einwechslung zum 1:0 traf. Der TuS warf nun alles nach vorne, doch Sven Roggentin im OFC-Kasten parierte abermals gegen Andor Müller glänzend (83.) und hielt den Sieg fest. Den Deckel drauf machte Tobias Völkel in der Nachspielzeit: Nach einem Solo über das halbe Feld traf er zum 2:0-Endstand und sorgte für Ekstase im Eintracht-Lager. Nach dem Abpfiff sagte Andor Müller, Kapitän TuS Sachsenhausen: „Wir hatten einen Plan, haben diesen aber zu keinem Zeitpunkt im Spiel umgesetzt. Die Platzverweise gehen gar nicht. So ins Spiel einzugreifen, das darf einfach nicht sein.“ Ein zufriedener OFC-Trainer Hans Oertwig, fasste unmittelbar nach Spielende zusammen: „Ein hochverdienter Sieg meiner Mannschaft. Ich bin stolz auf die Jungs, endlich hatten wir auch mal das Quäntchen Glück. Die Platzverweise waren total überzogen. Eine klasse Aktion auch von TuS-Kapitän Andor Müller, der dafür plädiert hat, dass beide drauf bleiben.“


Kult-Sportreporter Rolf „Rollo“ Fuhrmann war der Stargast beim Brandenburgliga-Stadtderby zwischen dem Oranienburger FC und TuS Sachsenhausen.

Quelle : Sportbuzzer