Befreiungsschlag noch rechtzeitig?

FSV Schorfheide Joachimsthal – Oranienburger FC Eintracht II  1:5  (1:4)

Torfolge:  0:1 (6.) Unger, 0:2 (10.) A. Schütze, 1:2 (12.) Rückmann, 1:3 (17.) F. Schütze,
1:4 (43.) Prußok, 1:5 (69.Foulstrafstoß) Gerike

Schiedsrichter: Damien Jacobs  (Berlin)

(rl) Die Auftritte der OFC-Reserve ähneln sich in letzter Zeit einer Wundertüte. Nach der herben Heimschlappe in der Vorwoche, kam  man nun in der Nachholpartie beim ebenfalls abstiegsgefährdeten Team vom FSV Schorfheide Joachimsthal zu einem überraschend klaren 5:1 (4:1) Auswärtserfolg. Ob dieses Aufbegehren im Abstiegskampf, da die Konkurrenz ebenfalls punktete nicht zu spät kommt, wird sich erst noch in den nächsten Wochen zeigen. Dabei legte das personell deutlich aufgestockte Gästeteam einen Blitzstart hin, dass deutliche Auswirkungen auf den weiteren Verlauf haben sollte. Hinzu kam das der OFC diesmal von Beginn an mit einer ganz anderen Körpersprache auftrat und den unbedingten Willen zeigte, wie es nach der Rückkehr Trainer Imre Kalman formulierte. Schon früh gelang den mit dem Rücken zur Wand stehenden Gästen die Führung, als Miguel Unger (6.) mit einem platzierten Flachschuss einen langen Abstoß von OFC-Torhüter Roman Große verwandelte. Schon wenig später war es Alexander Schütze (10.) der ein Abstimmungsproblem in der FSV-Abwehr resolut nutzte. Nur kurz kamen die Gäste leicht ins Grübeln als dem Gastgeber  nach einem Gewusel im Strafraum durch Robert Rückmann (12.) der Anschlusstreffer gelang, doch der Treffer hätte eigentlich keine Anerkennung finden dürfen, denn vorausgegangen war ein Handspiel welches der Unparteiische allerdings nicht ahndete. Die Antwort vom OFC kam jedoch postwendend als Frederic Schütze (17.) eine Freistoßeingabe von Miguel Unger per Kopf versenkte. Schon vor der Pause sorgten die spielfreudigen und im gesamten Verlauf spielbestimmenden Oberhaveler für die Vorentscheidung als Christopher Prußok (43.) in Abstaubermanier erhöhte. Für den Schlusspunkt der am Ende doch recht einseitigen Partie sorgte dann Romano Gerike (69.) der vom Strafstoßpunkt traf. Zuvor hatte der erst gerade eingewechselte Christian Lorenz (64.) per Notbremse gegen Miguel Unger geklärt, welche ihm zugleich den frühzeitigen Gang unter die Dusche einbrachte und sein Team bis zum Ende in Unterzahl agierte.
OFC II: Große, R. Kretschmann, F. Schütze, Eichblatt, Gerike, Malanowski, Schönhoff, Declan Nassar (76.Nabzdyk), Prußok, Unger (80.Heinz), A. Schütze (67.Ali Dieb),

OFC-Reserve lässt sich vorführen !

Oranienburger FC Eintracht II – VfB Gramzow   2:7  (1:3)

Torfolge:  1:0 (2.) F. Schütze, 1:1 (14.Handstrafstoß) Palow, 1:2 (15.) Stark, 1:3 (32.) Schwedesky,
1:4 (53.) Schwedesky, 1:5 (55.) Stark, 2:5 (68.) Schönhoff, 2:6 (77.) Stark,
2:7 (90.+1 Foulstrafstoß.) Silewicz                 Schiedsrichter: Robin Guderjahn (Brandenburg)

(rl) Nach einer erschreckenden und teilweise erbärmlichen Vorstellung musste die OFC-Reserve in dieser wichtigen Heimpartie gegen den VfB Gramzow, eine enttäuschende und nicht nachvollziehbare 2:7 (1:3) Heimschlappe hinnehmen. Dabei hatte  das personell aufgerüstete OFC-Team einen Start nach Maß. Schon nach 100 Sekunden war der Gastgeber in Führung gegangen, als der aufgerückte Frederic Schütze eine  Freistoßeingabe von Romano Gerike über die Linie stocherte. Kurze Zeit später hatte Marc Markgraf (5.) den zweiten Treffer vor den Füßen, aber VfB-Torhüter Mateusz Silewicz ließ sich nicht überraschen. Vielleicht hätte dieser mögliche Treffer die erforderliche Ruhe und Sicherheit ins Spiel der Einheimischen gebracht. Aber so musste man mit ansehen wie es tatsächlich um das Nervenkostüm der OFC-Reserve bestellt war. Nach einer Viertelstunde sollte das sich anbahnende Unheil an diesem Tage seinen Lauf nehmen. An eine eigentlich harmlose Freistoßeingabe von Marcel Blume segelte der an diesem Tage erstaunlich unkonzentriert wirkende OFC-Torhüter Christian Mimietz  förmlich vorbei und zu allem Pech bekam der hinter ihm stehende Omar Ali Dieb das Leder an den Oberarm. Den fälligen Handstrafstoß verwandelte Robin Palow (14.) humorlos zum Führungstreffer. Die von diesem Gegentreffer völlig geschockten Platzbesitzer mussten nur 60 Sekunden später sogar  den Führungstreffer der Gäste hinnehmen als der quirlige Tobias Stark (15.) die OFC-Abwehr ziemlich alt aussehen ließ. Es folgte ein unterirdischer Auftritt der Platzbesitzer die jegliche Einstellung zu prekären Situation vermissen ließen. Der Anspruch und die Wirklichkeit des Teams der Gastgeber standen in keinem Verhältnis. Die wesentlich spritziger und spielfreudiger wirkenden Uckermärker spielten mit dem OFC-Team das dem Gegner nur noch hinterher lief teilweise Katz und Maus. Beim Gastgeber gab es in allen Belangen deutliche Defizite, wo sich auch eindeutig die mangelnde Bereitschaft der Akteure im Spiel wie auch im Training wiederspiegelte. So geriet das Team von Trainer Imre Kalman in ein Debakel, der nach der Partie fassungslos wirkte und dem die Worte fehlten. Wie in dieser misslichen Situation und nach so einer Leistung, über die sich alle Akteure einmal hinterfragen sollten, noch der Abstieg verhindert werden kann, steht wohl in den Sternen.
OFC II: Miemitz, Friedrich, F. Schütze, Hölle, R. Kretschmann (46.Schönhoff), Gerike, Eichblatt, Tettenborn, Prußok, Ali Dieb, Markgraf (65.Deion Nassar)