Kein Aufbäumen gegen die Niederlage !

SV Blau-Weiss 90 Gartz  –  Oranienburger FC Eintracht II   2:1  (1:0)

Torfolge:          1:0 (6.) Achterberg, 2:0 (61.) Lenke, 2:1 (70.) Tettenborn,
Schiedsrichter: Paul Jeczkowski (Templin)

(rl) Diese schwierige Auswärtsaufgabe beim SV Blau-Weiss 90 Gartz war unter diesen Vorzeichen für die erheblich personell geschwächte OFC-Reserve nicht zu meistern, so dass der knappe 2:1 (1:0) Sieg für die Einheimischen in Ordnung ging. Schon nach 10 Minuten war der Gastgeber gegen eine schlecht startende OFC-Reserve in Führung gegangen. In zentraler Position hatte Andreas Achterberg (10.) beim Führungstreffer dem OFC-Torhüter Christian Mimietz keine Abwehrchance gelassen. Wir haben in der ersten Hälfte ohne Ehrgeiz, Mut und Leidenschaft gespielt und immer die falschen Mittel gewählt, meinte nach der Rückkehr ein über mehrere Sachen frustrierter OFC-Trainer Imre Kalman. In der Pause gab es eine deutliche Ansprache und einen personellen Wechsel, der im 2. Abschnitt für etwas Belebung im Spiel der Gäste sorgen sollte. Schon kurz nach Wiederbeginn hatte der gerade eingewechselte OFC-Youngster Declan Nassar (50.) die Ausgleichsmöglichkeit auf dem Fuß scheiterte jedoch am Gartzer-Torhüter Stefan Wilke der glänzend parierte. Nach einer Stunde offenbarten die Gäste dann wieder große Schwächen bei der Zuordnung im eigenen Strafraum als Martin Lenke (61.) nach einer Freistoßeingabe von der rechten Seite ungehindert aus Nahdistanz die Führung ausbauen konnte. Als Fabio Tettenborn (71.), vorausgegangen war ein Foulspiel an Declan Nassar, mit einem platzierten Freistoß ins linke Eck das Anschlusstor markierte, keimte nochmals Hoffnung bei den Gästen auf. Doch trotz einer nun noch offensiveren Einstellung konnte sich die OFC-Reserve in der Schlussphase keine weiteren Möglichkeiten mehr erspielen. Mit diesem sehr schmalen Kader war nicht mehr möglich, analysierte abschließend ein enttäuschter OFC-Trainer Imre Kalman.
OFC II: Mimietz, Hofmann (71.Eichhorst), Gerike, Prußok, Geserich (46.Dec. Nassar), Tettenborn, Gowor, K. Fleischer, Scholz, Friedrich, Reischel

Den Sorgen getrotzt !

Oranienburger FC Eintracht  – FC Stahl Brandenburg        1:0 (1:0)

OFC: Pankow – Witte, Malanowski, Hessler (46. Adomah), Knaack – Hölle – Meyer, Rentmeister, Unger, Czasch – Hadzibulic (84. Markgraf)
Stahl: Böhm – Kollewe, Franceschini Machado, Schimpf, Oppenborn (69. Da Silva) – Slade (68. Tarnow), Schubarth, Karaterzi, Schmidt – Dos Santos, Prudente

Gelbe Karten: Hölle (F), Hadzibulic (F), Czasch (U) (alle OFC) –
Franceschini Machado (F), Tarnow (F) (beide Stahl)
Rote Karte: Czasch (F) (76. OFC)      Beste Spieler: Pankow, Unger (beide OFC), keiner (Stahl)

Zuschauer: 135 in der „ORAFOL – Arena“, Oranienburg
Torschütze:  1:0 (36.) Hadzibulic                     Schiedsrichter: Tom Channir  (Berlin)

(rl) Trotz großer Personalsorgen gelang dem OFC gegen Stahl Brandenburg mit einem knappen 1:0 (1:0) Erfolg der erste dreifache Punktgewinn im neuen Jahr. Bei schwierigen stürmischen Bedingungen, die einen geordneten Spielfluss über weite Strecken auf beiden Seiten merklich behinderten, verlief die erste halbe Stunde fast ohne Höhepunkte. Vielleicht wäre noch die Kopfballchance von Erik Hessler (22.) zu erwähnen die jedoch knapp das Ziel verfehlte. Nach 30 Minuten wäre Erik Hessler dann fast als Torvorbereiter in Erscheinung getreten, allerdings für die Gäste. Seine Rückgabe zu OFC-Torhüter Dave Pankow misslang, sodass der überraschte Stahl-Torjäger Conrado Prudente (30.) völlig freistehend am später noch mehrfach in Erscheinung tretenden OFC-Schlußmann scheiterte. Nur wenige Minuten später machte es der OFC dann wesentlich besser. Einen Freistoß von Miguel Unger legte Sascha Rentmeister gekonnt auf den besser postierten  Semin Hadzibulic (36.) ab, der das Leder zur umjubelten Führung in die kurze Ecke bugsierte. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie offener, auch weil die Gäste mehr auf den Ausgleich drängten. Zuerst hatten die Havelstädter jedoch noch etwas Glück als ihr Torhüter Christoph Böhm die Eingabe von Tim Meyer (54.) noch vor der Linie zu fassen bekam. Im weiteren Verlauf kam es dann fast zu einem Privatduell zwischen dem brasilianischen Stahl-Angreifer Dos Santos und an dem an diesem Tag über sich hinauswachsenden OFC-Torhüter Dave Pankow, der beste Möglichkeiten(59.,72. 90.) vereitelte. Eine Viertelstunde vor dem Ende dezimierte sich der Gastgeber noch selbst als der bereits verwarnte Kevin Czasch (76.) nach einem Foulspiel völlig zu Recht vom nicht überzeugenden Unparteiischen Tom Channir die Rote Karte zu sehen bekam. Nach dem Abpfiff  haderte Stahl-Trainer Eckhart Märzke mit der schlechten Schiedsrichterleistung und sprach von einer unverdienten Niederlage seines Teams. Auf Seiten der Gastgeber zeigte sich OFC-Trainer Hans Oertwig nach Spielende dagegen sehr zufrieden mit der tollen Moral seiner Jungs, die gegen ein richtig gutes Stahl-Team der prekären Personalsituation getrotzt hatten.