Torreiches Derby-Spektakel !

Brandenburg- Liga 2023 / 24 – „28. Spieltag“

Oranienburger FC Eintracht – SV Zehdenick 1920  5:3 (3:2)

OFC: Blöck – Krüger (69. Hielscher-Reinelt), R. Kretschmann, T. Kretschmann, Knaack – Schöffel (46. Musaitov), F. Schütze, Mahmutagic – Hawwa (46. Waclawczyk) –  Walter (89. Borchert), Ali Dieb

SVZ: Kosarzecki – Vulu, Luma, Karbe, Nowak – Lange (81. Kunze), Bermudez Manzano (81. Mbile Sanchez), Sidorowicz – Lormis, Krystek, Koka (62. Schönherr)

Gelbe Karten: Krüger, Ali Dieb, Schöffel, Waclawczyk (alle OFC) – Luma. Karbe, Schönherr (alle SVZ)
Gelb/Rote Karte: Waclawczyk (90.+3 / OFC)

Zuschauer: 210 am Sonnabendnachmittag in der ORAFOL-Arena, Oranienburg

Torfolge: 1:0 (7.) Schöffel. 1:1 (22. Eigentor) T. Kretschmann, 1:2 (26.) Krystek,

2:2 (39.Foulstrafstoß) Mahmutagic, 3:2 (43.) Walter, 4:2 (49.) Waclawczyk, 4:3 (60.) Krystek, 5:3 (75.) Waclawczyk,

Schiedsrichter: Tobias Collin (Templin)
(rl) Nach einem unterhaltsamen und höhepunktreichen Oberhavel-Derby behielt der OFC gegen den benachbarten Kreisrivalen, dem SV Zehdenick 1920 mit 5:3 (3:2) Toren die Oberhand. Das dieses Derby ein wildes Spektakel werden sollte, deutete sich schon in den Anfangsminuten an, denn die Gäste begannen voller Selbstbewusstsein. So bereitete John Lormis der OFC-Abwehr von der linken Angriffsseite einige Sorgen, allerdings vermochte Marcin Krystek (4.) vorerst kein Kapital daraus zu schlagen. Und plötzlich ging der Gastgeber in Führung, als Enrico Schöffel (7.) eine Freistoßeingabe von Samir Mahmutagic, per Kopfball zur Führung in den Winkel versenkte. Doch der Führungstreffer gab dem Platzbesitzer keine Ruhe und Sicherheit in seinen Aktionen. Vielmehr schlichen sich leichte Fehler ein, die den Vorsprung innerhalb von wenigen Minuten in einen Rückstand verwandelten. Zuerst war es Lauritz Lange (22.) der in einen zu risikoreichen Querpass der Platzbesitzer spritzte und dessen Lupfer Abwehrchef Tim Kretschmann unerreichbar zum Ausgleich abfälschte. Dann war es ein zu kurzer Rückpass per Kopf von OFC-Kapitän Sebastian Knaack den Marcin Krystek (26.) dankend annahm und zur Führung nutzte. Doch der Platzbesitzer zeigte sich unbeeindruckt und erzwang kurz vor der Pause den Ausgleich durch Samir Mahmutagic (39.) der den berechtigten Foulstrafstoß souverän verwandelte, nachdem Leon Walter von John Lormis zu Fall gebracht worden war. Das wilde Treiben vor dem Wechsel war jedoch noch nicht beendet, denn nach einer Eingabe von Sebastian Knaack war Leon Walter (43.) am langen Pfosten per Kopf zur Stelle um sein Team erneut in Führung zu bringen. Als kurz nach Wiederbeginn der gerade eingewechselte „Joker“ David Waclawczyk (49.) die Führung ausbaute, schien alles in geordnete Bahnen zu verlaufen. Doch nach einer Stunde leistete sich der Platzbesitzer einen weiteren Flüchtigkeitsfehler als Torhüter Alexander Blöck vor dem Strafraum zu ungenau klärte und Marcin Krystek (60.) ins leere Tor zum Anschluss traf. In einer immer hektischer werdenden Schlussphase, in der auch Gästetrainer Daniel Runge (73.) die Ampelkarte zu sehen bekam, setzte der Gastgeber dann das Ausrufezeichen auf diese Partie, als David Waclawczyk (75.) per ansehnlichen Seitfallzieher für die Spielentscheidung sorgte. Die Ampelkarte für David Waclawczyk (90.+3) in der Nachspielzeit war nur ein Schönheitsfleck auf seiner guten Leistung nach der Pause.  Nach dem Abpfiff zeigte sich OFC-Interimstrainer Sven Roggentin hochzufrieden, der den gesperrten Enis Djerlek vertrat, der in einer sehr kampfbetonten Partie und eine geschlossene Mannschaftsleistung gesehen hatte. Dagegen war SV-Trainer Daniel Runge weit nach dem Abpfiff einerseits unzufrieden mit dem Schiedsricher, bemängelte jedoch auch einige schlechte Entscheidungen seines Teams bei den Gegentoren.

Tolle Energieleistung in Unterzahl !

Brandenburg- Liga 2023 / 24 – „27. Spieltag“

SV Germania 90 Schöneiche – Oranienburger FC Eintracht 0:2 (0:1)

SV Germania: Sandt– Mulack (86. Spann), Vogt, Mertins, Wannke – Tuchtenhagen – Schulze (46. Bergmann), Wagener (78. Markhoff), Alfer, Zellmer (72. Olde Kalter) – Weber (72. Hohlfeld)

OFC: Blöck – Krüger, R. Kretschmann (82. Borchert), F. Schütze, Knaack – Musaitov (68. Ali Dieb), Hawwa – Walter, Unger (46. Waclawczyk), Hielscher-Reinelt (68. Schöffel) – Saadaev

Gelbe Karten:  Sandt, Mertins, Mulack, Zellmer (alle SV Germania) – Musaitov, R. Kretschmann (beide OFC)
Rote Karte:  Abdul-Hamid Saadaev (32. / OFC)

Zuschauer: 85 am Sonnabendnachmittag auf dem Jahn-Sportplatz, Autoservice-Müller-Arena, Schöneiche 
Torfolge: 0:1 (38.) Unger, 0:2 (79.) Schöffel

Schiedsrichter: Andre Stolzenburg (Neuruppin)

(rl) Bei einem enttäuschenden und fast chancenlosen SV Germania 90 Schöneiche kam der OFC am Sonnabendnachmittag zu einem hochverdienten 0:2 (0:1) Auswärtserfolg und trotze damit allen Widrigkeiten, die es an diesem Tag gab. Denn nach einer guten halben Stunde nahm der keine klare Linie aufweisende Schiedsrichter Andre Stolzenburg einen massiven Einfluss auf die Partie, als er nach einer etwas unübersichtlichen Situation an der gegnerischen Eckfahne plötzlich und völlig überzogen die Rote Karte gegen Abdul-Hamid Saadaev (32.) zog, der Initiator der Szene Niclas Mertins jedoch nur verwarnt wurde. Diese Konsequenz hatte der Unparteiische einige Minuten zuvor jedoch vermissen lassen als Germania-Torhüter Alexander Sandt den heranstürmenden Leon Walter (21.) außerhalb des Strafraum zu Fall gebracht hatte, aber mit einer Verwarnung davonkam. Selbst der anwesende Schiedsrichterbeobachter hatte bestätigend, hier einen Platzverweis gesehen. Doch der OFC, der bärenstark begonnen hatte und der schon nach 50 Sekunden durch Leon Walter (1.) hätte in Führung gehen müssen, ließ sich von der nun über eine Stunde anstehenden Unterzahl nicht beeindrucken. Vielmehr hatten die Gäste wenige Minuten später die passende Antwort parat, als Miguel Unger (38.) einen Rückpass von der Torauslinie von Leon Walter mit seinem schwachen rechten Fuß zur umjubelten Gästeführung versenkte. Dass die bis dahin harmlosen Gastgeber nach dem Seitenwechsel etwas aktiver werden würden, war zu vermuten. So bot sich dann auch Christopher Wagener (54.) die erste gefährliche Torgelegenheit der Platzbesitzer, die jedoch OFC-Torhüter Alexander Blöck per Fußabwehr bereinigte. In der Folgezeit gelang es den aufopferungsvoll agierenden Gästen immer wieder geschickt den Spielrhythmus der Gastgeber zu stören und selbst auf die wohl spielentscheidende Kontergelegenheit zu lauern. Und tatsächlich konnte der zuvor eingewechselte und heraneilende Enrico Schöffel (79.) im Nachsetzen für die Entscheidung sorgen, nachdem David Waclawczyk noch an Germania-Schlussmann Alexander Sandt gescheitert war. So war die Enttäuschung bei Germania-Co-Trainer Manuel Wisnewski nach dem Abpfiff über die Niederlage riesengroß, als er meinte: Wir müssen das Spiel schnell abhaken und knallhart arbeiten um den Rest der Saison noch ordentlich zu Ende zu bringen. Dagegen zeigte sich OFC-Trainer Enis Djerlek sehr zufrieden über die Reaktion seiner Elf, die gefightet hatte bis zum Umfallen, er jedoch fassungslos über den Auftritt des Schiedsrichters war.