Überschaubares Derby !

Brandenburg- Liga 2022 / 23 – „26. Spieltag“

SV Altlüdersdorf – Oranienburger FC Eintracht 1:2 (0:1)

SVA: Walter – Muntean, Karasu, Wozniak, Junge (80. Marten) – Bektas – Voelkel, Iurea (19. Djan / 69. Zilahi) Gül – Tunay, Ahmedov

OFC: Warmuth – Krüger (86. Markgraf), T. Kretschmann, M. Moldenhauer (57. Bonasewicz), Hielscher-Reinelt – Mahmutagic, Eckert– Walter, Deeko, Waclawczyk (73. Borchert) – Schönhoff

Gelbe Karten: Gül (SVA) – Mahmutagic, Krüger, Markgraf (alle OFC)
Beste Spieler:  Deeko, Mahmutagic, T. Kretschmann (alle OFC)

Zuschauer: 100 auf dem Sportplatz „An der Gasse“, Altlüdersdorf
Torfolge:  0:1 (29.) Waclawczyk, 1:1 (54.) Ahmedov, 1:2 (87.) T. Kretschmann

Schiedsrichter: Fabio Stemmler (Potsdam)

(rl) Für den SV Altlüdersdorf wird die Lage im Abstiegskampf nach einer weiteren 1:2 (0:1) Heimniederlage innerhalb weniger Tage, nun gegen den OFC im Oberhavel-Derby, immer prekärer. Nur in der Anfangsphase konnte der Gastgeber hoffen, dass die Partie aus seiner Sicht einen erfolgreichen Ausgang nehmen könnte. Doch bei den durchaus verheißungsvollen Gelegenheiten fehlte den Einheimischen etwas das Glück und die Genauigkeit. Denn zuerst verfehlte Süleyman Gül (10.) eine Eingabe am zweiten Pfosten nur um Haaresbreite. Dann scheiterte Tobias Voelkel (13.) am glänzend parierenden Anton Warmuth, der diesmal das OFC-Gehäuse hütete. Zusehends fanden die Gäste, die einige Personalprobleme hatten und diesmal von der Breite im Kader profitierten, jedoch besser ins Spiel. So sorgte David Waclawczyk (29.) nach mustergültigem Zuspiel von Abdul Gafar Yakubu Deeko überlegt für die sich anbahnende Führung. Kurz vor der Pause hätte David Waclawczyk (39.) mit einem fast baugleichen Angriff die Führung sogar ausbauen können, doch er scheiterte an SVA-Schlussmann Alexander Walter. Wie aus dem Nichts kam der SVA in der Anfangsphase nach der Pause zum etwas unerwarteten Ausgleich, auch weil die Gäste die Zügel etwas schleifen ließen. Nach einem harten Zweikampf im Mittelfeld zwischen SVA-Kapitän Yildirim Kaan Bektas und Elias Eckert ließ der Unparteiische den Vorteil laufen und Mert Ahmedov (54.) nutzte die Unsortiertheit in der Gästeabwehr mit einem Flachschuss zum Ausgleich. Erst mit fortschreitender Spieldauer bekam der OFC wieder einen besseren Zugriff und ging nun wieder wesentlich energischer zu Werke um die Partie noch unbedingt für sich zu entscheiden. Wir wussten um die Schwächen beim SVA vor allem bei Standards, meinte später OFC-Trainer Djerlek, der sich mit der Leistung von einigen Akteuren in seiner Elf nicht so zufrieden zeigte, aber dennoch von einem hochverdienten Sieg sprach. Und nach diesem Muster sollte kurz vor dem Abpfiff der OFC-Siegtreffer gelingen, als der aufgerückte Tim Kretschmann (87.) mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Ecke von Samir Mahmutagic für die erlösende Entscheidung sorgte.

Überkochende Emotionen !

Brandenburg- Liga 2022 / 23 – „25. Spieltag“

SV 1908 Grün-Weiss Ahrensfelde – Oranienburger FC Eintracht 1:2 (0:2)

SV G.-W: Reimann – Schöps (76. Simon), Barlage, Mannsfeld, Buchholz – Schulte – Rodriguez Weber (76. Hentschel), Citlak, Scheffler, Gurklys, Colaki

OFC: Roggentin (59. Warmuth) – R. Kretschmann, T. Kretschmann, M. Moldenhauer, Knaack – Mahmutagic, Eckert– Walter, Unger (81. Waclawczyk), Hielscher-Reinelt (81. Deeko) – Bianchini (63. Schönhoff)

Gelbe Karten: Buchholz (SV GWA) – Mahmutagic, Eckert, Bianchini, Schönhoff (alle OFC)

Gelb/Rote Karte: Buchholz (89. / SV GWA)
Rote Karte: Colaki (90.+5 / SV GWA) – Bianchini (90.+5 / OFC)

Beste Spieler:  Citlak (SV GWA) – Unger, M. Moldenhauer, R. Kretschmann (alle OFC)

Zuschauer: 224 in der Jahnsportstätte, Ahrensfelde
Torfolge:  0:1 (3.) Walter, 0:2 (24.) Bianchini, 1:2 (90.+4.Foulstrafstoß) Citlak

Schiedsrichter: Felix Burghardt (Premnitz)

(rl) Nach dem Abpfiff saß der Frust tief beim gastgebenden SV Grün-Weiss Ahrensfelde, der das Spitzenspiel vor heimischem Publikum gegen den OFC mit 1:2 (0:2) Toren verloren hatte und damit seine Meisterschaftsträume wohl endgültig begraben konnte. Das dann jedoch bei einigen die Sicherungen durchbrannten, war nicht so recht nachvollziehbar. Denn vor allem vor der Pause waren die Gäste das eindeutig bessere Team. Dieses deutliche Übergewicht wurde mit den beiden Treffern der Oberhaveler untermauert. Nach 160 Sekunden hatte Leon Walter (3.) seine Gefährlichkeit und Schlitzohrigkeit unter Beweis gestellt als er den zu zögerlicher SV-Torhüter Sven Reimann frühzeitig überwand. Die tolle Anfangsphase krönte schließlich OFC-Torjäger Lukas Bianchini (24.) als er nach einer Eingabe von Dennis Hielscher-Reinelt am langen Pfosten nur noch einzuschieben brauchte. Die Gastgeber hatten im ersten Abschnitt fast alles vermissen lassen. Nur einmal tauchte Blenard Colaki (23.) frei vor OFC-Routinier Sven Roggentin auf der jedoch glänzend parierte. Wir sind in dieser Phase überhaupt nicht mit der Robustheit vom OFC klargekommen, meinte später SV-Trainer Oliver Richter. Somit war der Gästesieg aus seiner Sicht verdient, obwohl sein Team mit Wiederbeginn ein anderes Gesicht zeigte und wesentlich griffiger zur Sache ging. Nun wurde es auch zusehends emotionaler auf und auch neben dem Platz. Doch das Anrennen der Platzbesitzer, vom Spielfeldrand immer wieder angetrieben, wirkte irgendwie kopflos.  Und trotz einiger Möglichkeiten von Moritz Schöps (49.), Deniz Citlak (49.) und Blenard Colaki (65.) hielt der Vorsprung der Gäste. Zudem versäumte es der OFC mit seinen Nadelstichen durch Dennis Hielscher-Reinelt (72.) endgültig für Ruhe zu sorgen. So wurde es in der Schlussphase noch hektisch, denn zuerst bekam Leo Buchholz (89.) nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte. In der Nachspielzeit gelang schließlich Deniz Citlak (90.+4) per Foulstrafstoß der Anschlusstreffer, für mehr reichte jedoch die Zeit nicht mehr. Leider spielten sich nach dem Abpfiff noch tumultartige Szenen auf dem Platz ab, die zu den Roten Karten für Blenard Colaki (90.+5) und Lukas Bianchini (90.+5) führten, die eines Spitzenspieles unwürdig waren. So war Enis Djerlek einige Minuten später echt mitgenommen von den Ereignissen, der den eigenen verdienten Sieg zudem teuer bezahlt sah, denn Sven Roggentin und Miguel Unger hatten zum Teil schwere Verletzungen davongetragen.