„AUS“ vom Punkt !

Landespokal-Brandenburg 2022-23 „1. Runde“

SG Einheit Zepernick – Oranienburger FC Eintracht 5:3 n. E. (0:0, 0:0, 1:1)

SGE: Tietz, Woiton, Ehweiner John (80. Caetano), Park, El-Ahmar (46. Bittner), Gerhard, Ejder,
Warmbrunn (110. Schmid), Lipp, Opitz

OFC: Roggentin – Barcewicz (46. Knaack), T. Kretschmann, M. Moldenhauer, Klotsche – Mahmutagic, Deeko – Schöffel (64. Waclawczyk),  Kherraz (74. Rossak / 116. Rickart), Hielscher-Reinelt – Bianchini (110. Borchert)

Gelbe Karten:  El-Ahmar (Einheit) – Klotsche, Mahmutagic, Rossak (alle OFC)

Zuschauer: 109 auf dem Sportplatz Zepernick

Torfolge:
  0:1 (95.) Waclawczyk, 1:1 (119.Handstrafstoß) Bittner,
Strafstoßschießen:      Bittner 2:1, Waclawczyk 2:2, Woiton 3:2, Hielscher-Reinelt – verschossen (ausgerutscht),  Ejder 4:2, Mahmutagic 4:3, Opitz – verschossen, T. Kretschmann – verschossen, Caetano 5:3.

 Schiedsrichter: Artwin Archut (Falkensee)

(rl) Eine etwas unerwartete Pokalniederlage musste der OFC in der 1. Runde beim ambitionierten und eigentlich zu Höherem berufenen Landesklassenvertreter Einheit Zepernick hinnehmen. Nach teils dramatischen 120 Minuten hatte der Underdog beim 5:3 im Elfmeterschießen die besseren Nerven, sodass der favorisierte Brandenburgligist frühzeitig das Pokal-Aus hinnehmen musste. In der lange Zeit recht ausgeglichenen Partie wurde deutlich das der Gastgeber mit viel Ballbesitz agierte und das das Team mit diesem guten Niveau eigentlich nicht in diese Spielklasse gehört. Dennoch gab es kaum Torchancen, da sich das Geschehen zumeist zwischen den Strafräumen abspielte. Nach dem Wechsel wurde der OFC, der einigen Akteuren aus dem Anschlusskader eine Möglichkeit gab sich zu präsentieren, etwas stärker. Doch es wurden im Spiel der Gäste eigene Defizite deutlich, da man auch nicht so diszipliniert wie eigentlich vorgegeben aufwartete und oftmals nicht die richtigen Mittel wählte, wie es später OFC-Trainer Enis Djerlek formulierte. In dieser Phase ergaben sich aber vereinzelt Möglichkeiten die Lukas Bianchini (59.) und Dennis Hielscher-Reinelt (68.) jedoch nicht zu nutzen wussten. In der Schlussphase stand dem OFC dann sogar das Glück zur Seite, als die alles versuchenden und auf eine Entscheidung drängenden Gastgeber mit ihren Gelegenheiten von Tom Gerhard (81./ 93.) und Marvin Caetano (89.) am glänzend reagierenden Sven Roggentin im OFC-Gehäuse scheiterten. So ging es in die Verlängerung, in der es so schien, dass die Gäste den längeren Atem hätten und David Waclawczyk (95.) nach Zuspiel von Mathias Klotsche die Gästeführung erzielte. Nach einer äußerst fragwürdigen Handstrafstoßentscheidung gelang der Einheit-Elf dann allerdings wenige Sekunden vor dem Abpfiff der Verlängerung durch Tom Bittner (119.) der nicht ganz unverdiente Ausgleichstreffer. Es folgte schließlich das Strafstoßschießen, in dem sich der Gastgeber als treffsicherer erwies und dem Favoriten eine bittere Niederlage zufügte.

 

Doppelschlag bringt Vorentscheidung !

Brandenburg- Liga 2022 / 23 – „2. Spieltag“

Oranienburger FC Eintracht – SV Germania 90 Schöneiche 3:0 (3:0)

OFC: Roggentin – Krüger, T. Kretschmann, Eckert, Knaack – Mahmutagic (85. Klotsche), F. Schütze
(57. Hielscher- Reinelt) –Walter (85. Schöffel), Unger (73. Kherraz), Waclawczyk (57. Deeko) – Bianchini

SV Germania: Kempter – Borchardt, Kulecki, Weinert (73. Wisnewski), Wannke (37. Bergmann) – Vogt – Teterea (37. Angerhöfer), Wagner (73. Rehbein), Januschowski, Hohlfeld (83. Schulze) – Wiedenhöft

 Gelbe Karten:  Mahmutagic, Bianchini, T. Kretschmann (alle OFC) –
Kempter, Vogt, Wannke, Angerhöfer (SV Germania)
Gelb/Rote Karte:  Bianchini (84. OFC)

Beste Spieler:  Mahmutagic, Walter, Unger (alle OFC) – Kempter, Borchardt (beide SV Germania)
Zuschauer: 120 in der ORAFOL-Arena, Oranienburg

Torfolge:  1:0 (16.) Walter, 2:0 (18.) Bianchini, 3:0 (45.+1.) Bianchini
Schiedsrichter: Fabio Stemmler (Potsdam)

(rl) Eine gelungene Heimpremiere feierte der OFC gegen einen bärenstarken Rückkehrer, denn der Germania wurde beim deutlichen 3:0 (3:0) Erfolg aufgezeigt, dass in der höchsten Spielklasse des Landes ein anderer Wind weht. Wir haben heute einiges an Lehrgeld bezahlt und mussten feststellen, dass jeder kleine Fehler sofort bestraft wird, meinte kurz nach Spielende Germania-Trainer Matthias Schönknecht. Dabei hatte der Tabellenführer der Vorwoche eigentlich recht ordentlich begonnen, denn in der Anfangsviertelstunde war der Respekt der beiden Teams voreinander durchaus spürbar. Doch ein Doppelschlag der Gastgeber innerhalb von 120 Sekunden sollte dem Geschehen in der Folgezeit einen anderen Verlauf geben. Zuerst war es der regelrecht aufblühende Leon Walter (16.) der seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellte und mit einem platzierten Rechtsschuss die OFC-Führung markierte. Dann war der von den Gästen nicht zu haltende Leon Walter der Vorbereiter, der den besser postierten Lukas Bianchini (18.) am langen Pfosten bediente, der nur noch einzuschieben brauchte. In dieser Phase hätte die Germania noch deutlicher auf die Verliererstraße geraten können, denn nach schnellen Ballgewinnen hatten Lukas Bianchini (21.) und Leon Walter (28.) weitere gute Gelegenheiten um zu erhöhen. Fast mit dem Pausenpfiff sollte sich der OFC, der nahezu eine perfekte erste Hälfte abgeliefert hatte, wie es später Trainer Enis Djerlek formulierte, nochmals belohnen. Und wieder profitierte Lukas Bianchini (45.+1) von einem sauberen Zuspiel von Frederic Schütze, dass er mühelos vollenden konnte. Ein etwas anderes Gesicht zeigten die Gäste nach Wiederbeginn, denn eine Reaktion auf die Vorpausenleistung war bitter nötig. Und doch sahen sich die Randberliner nach einer knappen Stunde einem Superangriff der Einheimischen ausgesetzt, als Samir Mahmutagic mit einem Traumpass in die Tiefe Lukas Bianchini in Szene setzte, der den mitlaufenden Leon Walter bediente (58.), der jedoch am überragend reagierenden Danny Kempter im Germania-Kasten scheiterte. In der Schlussphase, in der der OFC seinem Aufwand etwas Tribut zollen musste und sich noch selbst dezimierte, als Lukas Bianchini (84.) nach einem erneuten Foulspiel die Ampelkarte sah, erspielten sich auch die Gäste noch einige Möglichkeiten, doch Felix Wiedenhöft (64.) und Richard Bergmann (86.) fanden in OFC-Schlussmann Sven Roggentin ihren Meister.