Rabenschwarzer Tag !

Oranienburger FC Eintracht II – 1.FV Eintracht Wandlitz  1:4  (0:1)

Torfolge:  0:1 (17.) Thomas, 0:2 (48.) Roller, 0:3 (60.) Roller, 0:4 (63.) Bärmig, 1:4 (80.) Schönhoff
Schiedsrichter: Michael Mette (Brandenburg)

(rl) Eine empfindliche und so nicht zu erwartende 1:4 (0:1) Heimniederlage musste die OFC-Reserve bei stürmischen Bedingungen gegen den Kreisnachbarn aus Wandlitz hinnehmen. Die sich zuletzt auch nicht mit Ruhm bekleckernden Barnimer hatten sich unter der Woche in einer mannschaftsinternen Sitzung wohl richtig ausgesprochen,  was sich in dieser Partie gleich auswirken sollte. Zudem sollte sich bei den Gästen das Glück hinzu gesellen, denn der Führungstreffer war schon etwas kurios. Ein eigentlich harmloser jedoch abgefälschter Distanzschuss von Martin Grieger fiel dem freistehenden Manuel Thomas (13.) förmlich vor die Füße, der wenig Mühe hatte um zu vollenden. Zumindest im ersten Abschnitt hatte der OFC noch leichte optische Vorteile, doch bei den sich wenigen bietenden Möglichkeiten durch Christopher Prußok (6.) und Karl-Felix Heinz (31.) fehlte die erforderliche Durchschlagskraft.  Schon beim Weg in die Halbzeitkabine war die versteinerte Miene von OFC-Trainer Imre Kalman vielsagend. Und die Laune auf der OFC-Bank sollte mit Wiederbeginn noch weiter verschlechtern. Innerhalb einer guten Viertelstunde sorgten die Gäste durch Paul Roller (48., 60.) und Niklas Bärmig (63.) gegen einen in dieser Phase völlig sorglos und komplett aus den Fugen geratenen Gastgeber für die Spielentscheidung. Zu Gute halten konnte man der sich über weite Strecken selbstüberschätzenden OFC-Reserve jedoch, dass man sich in der Schlussphase zumindest bemühte das Ergebnis etwas freundlicher zu gestalten. Zu mehr als dem Ehrentreffer durch Martin Schönhoff (80.) der ein präzises Zuspiel von Christopher Friedrich verwertete reichte es jedoch nicht. Nach dem Schlusspfiff war OFC-Trainer Imre Kalman bedient und fassungslos. Wir hatten heute einen rabenschwarzen Tag und haben zu keinem Zeitpunkt das umgesetzt was wir wollten, fügte er an.
OFC II: Mimietz, Friedrich Dachwitz, Prußok, Simroth, Gerike, Heinz (56.Golumov), Schönhoff, Declan Nassar (65. Eichhhorst), Deion Nassar, Ali Dieb,
Eintracht: Gatzmann, Grieger, Hingst, Freitag, Miething, Hunger (73.Specht), Baumann, Rücker, Roller (88.Henseling), Thomas, Bärmig

OFC feiert Derbysieg !

Oranienburger FC Eintracht – TuS 1896 Sachsenhausen  2:0 (0:0)

OFC: Roggentin – R. Kretschmann, Malanowski, Hölle, Knaack– Völkel, Rentmeister, Wohlatz (89. Heßler), Unger (61. Markgraf) – A. Schütze (77. Heidenreich), Djoumessi Ntatino
TuS: Schrobback – Weigt, Pilz, Wolter, Pressmann – Wiesner (80. Wnuczek), Wulff (75. Nowark), Rutzen (71. Höpfner), Brandt – A. Müller, Groll

Gelbe Karten: Hölle (F), Markgraf (U) (beide OFC) – Weigt (F), Rutzen (F) (beide TuS)
Rote Karten: Malanowski (57./U) (OFC) – Wolter (57./U) (TuS)

Zuschauer: 1050 in der ORAFOL-Arena, Oranienburg        Schiedsrichter: Tino Stein  (Potsdam)
Torfolge:  1:0 (70.) Markgraf,  2:0 (90.+5.) Völkel

(rl/buz)  Das mit Spannung erwartete Oranienburger Stadtderby konnte der gastgebende OFC gegen den Stadtrivalen TuS 1896 Sachsenhausen mit 2:0 (0:0) Toren für sich entschieden. Damit gelang es dem Gastgeber nach vier Derby-Niederlagen am Stück mal wieder den Platz als Sieger zu verlassen. Vor 1050 Zuschauern in der „ORAFOL-Arena“ brachte Joker Marc Markgraf kurz nach seiner Einwechslung die Eintracht auf Kurs, Tobias Völkel entschied das Derby mit einer Energieleistung in der Nachspielzeit. Überschattet wurde das lange Zeit recht emotionslose Stadtduell von zwei Platzverweisen innerhalb weniger Sekunden, die in der zweiten Halbzeit und weit nach Spielende die Gemüter noch erhitzen sollten. Vor allem in der ersten Spielhäfte sahen die Zuschauer eine von der Taktik geprägte Partie. Kein Team wollte unnötiges Risiko eingehen, beide Abwehrreihen standen sicher und hatten die gegnerischen Sturmreihen weitestgehend im Griff. So sollte es bis zur 26. Minute dauern, ehe der erste nennenswerte Torschuss zu vermelden war, doch OFC-Keeper Sven Roggentin parierte einen Schuss von Andor Müller aus 16 Metern sicher. Nur zwei Minuten später war TuS-Keeper Nick Schrobback gefordert und parierte glänzend per Fußabwehr gegen den frei vor ihm auftauchenden Alexander Schütze. Mehr sollte in den ersten 45 Minuten vor den beiden Toren nicht passieren, der OFC besaß leichte Feldvorteile in einer insgesamt eher chancenarmen ersten Halbzeit. Dies sollte sich nach dem Wechsel schnell ändern, denn der Gast hatte nur zwei Minuten nach Wiederbeginn den ersten „Riesen“, doch Sven Roggentin parierte glänzend gegen Christopher Groll. Wenige Minuten später kochte erstmals das Feuer in diesem Stadtduell. Nach einer unübersichtlichen Situation zeigte Schiedsrichter Tino Stein, der die Paarung nicht wirklich im Griff hatte, insgesamt dreimal Rot, nahm aber den Platzverweis gegen Christopher Groll zurück. OFC-Kapitän Jerome Malanowski und TuS-Akteur Pascal Wolter mussten dagegen den Platz verlassen – beide wegen angeblicher Beleidigung. Trotz wilder Proteste beider Seiten blieb es bei dieser Entscheidung. Beide Teams hatten aber anschließend die Nerven im Griff. Zum Derbyhelden sollte nach 70 Minuten Marc Markgraf avancieren, der neun Minuten nach seiner Einwechslung zum 1:0 traf. Der TuS warf nun alles nach vorne, doch Sven Roggentin im OFC-Kasten parierte abermals gegen Andor Müller glänzend (83.) und hielt den Sieg fest. Den Deckel drauf machte Tobias Völkel in der Nachspielzeit: Nach einem Solo über das halbe Feld traf er zum 2:0-Endstand und sorgte für Ekstase im Eintracht-Lager. Nach dem Abpfiff sagte Andor Müller, Kapitän TuS Sachsenhausen: „Wir hatten einen Plan, haben diesen aber zu keinem Zeitpunkt im Spiel umgesetzt. Die Platzverweise gehen gar nicht. So ins Spiel einzugreifen, das darf einfach nicht sein.“ Ein zufriedener OFC-Trainer Hans Oertwig, fasste unmittelbar nach Spielende zusammen: „Ein hochverdienter Sieg meiner Mannschaft. Ich bin stolz auf die Jungs, endlich hatten wir auch mal das Quäntchen Glück. Die Platzverweise waren total überzogen. Eine klasse Aktion auch von TuS-Kapitän Andor Müller, der dafür plädiert hat, dass beide drauf bleiben.“


Kult-Sportreporter Rolf „Rollo“ Fuhrmann war der Stargast beim Brandenburgliga-Stadtderby zwischen dem Oranienburger FC und TuS Sachsenhausen.

Quelle : Sportbuzzer