Herbe Niederlage im Stadtderby!

TuS 1896 Sachsenhausen – Oranienburger FC Eintracht 5:1 (2:0)

TuS: Jarling – Wolter (79. Wicenty), Boden, Wiesner, Rutzen, Pressmann (67. Wnuczek), Weir, Sommerer, Pönisch, Müller, Groll (82. Zubke)
OFC: Schrobback – Adomah, Witte, F. Schütze, Grüning (46. Kretschmann), Knaack, Malanowski, Lenz, Pritzel (73. Heßler), Meyer, Voß (46. A. Schütze)

Torfolge: 1:0 (2.) Groll, 2:0 (38.) Groll, 2:1(51. F.-str,) Lenz, 3:1 (54.) Pönisch, 4:1 (63.) Müller,
5:1 (72.) Groll (72.)

Rote Karte: Kretschmann (OFC – 48./ F)

Zuschauer: 824 im Elgora-Stadion                   Schiedsrichter: Hannes Hähnel (Frankfurt/ Oder)

(aq) Betretene, ja teilweise schockierte Gesichter waren bei den Spielern und Fans unseres Oranienburger FC Eintracht nach der deutlichen Niederlage im Stadtderby gegen TuS 1896 Sachsenhausen zu sehen. „Es war ein deutlicher Klassenunterschied den wir heute gesehen haben.“, so Trainer Hans Oertwig nach Ende des Spiels sichtlich beeindruckt. Vom Anpfiff an, war den Spielern unseres Ortsrivalen der Wille, dieses Stadtderby zu gewinnen, deutlich anzumerken. So war es auch nicht verwunderlich, dass bereits nach knapp 2 Minuten nach einem langgezogenen Freistoß von der rechten Seite Christopher Groll die 1:0 Führung erzielen konnte. Nach diesem sehr frühen Rückstand versuchte unsere Mannschaft die Vorgaben des Trainers umzusetzen und aus einer kompakten Abwehr heraus, lange Bälle nach vorne zu bringen, um damit die Abwehr vom Gastgeber in Bedrängnis zu bringen. Gefährlich gelang dies aber nur in der 8. Spielminute, als Christian Voss in einen Flankenball von Sebastian Knaack hineinrutschen konnte. Der Platzbesitzer hingegen, war auch weiterhin gefährlich und konnte, dank seiner starken Einzelspieler immer wieder gefährliche Angriffe vortragen. Nachdem Andor Müller in der 30 Minute nach einer sehr feinen Einzelaktion nur den Pfosten traf, brachte er in der 38. Minute unseren Torwart Nick Schrobback mit einem Lupfer so in Bedrängnis, dass der völlig freistehende Christopher Groll sein zweites Tor erzielen konnte.

Mit den Einwechselungen von Alexander Schütze und Tim Kretschmann mit Beginn der zweiten Hälfte, erhoffte sich unser Trainer neuen Angriffsschwung aufs Feld zu bringen. Bereits nach zwei Minuten wurde Kretschmann nach sehr hartem Einsteigen mit einer roten Karte vom Feld verwiesen. Die dann nur noch 10 Oranienburger Spieler versuchten jedoch weiterhin den Anschlusstreffer zu erzielen. Nach einem Foul im Strafraum an Alexander Schütze zeigte der Schiedsrichter sofort auf den Punkt. Unser Winterzugang Fabian Lenz verwandelte sicher, sodass beim zahlreich mitgereisten Anhang aus Oranienburg wieder Hoffnung aufkeimte. Nach jedoch nur drei Minuten konnte Sachsenhausen den alten Abstand wieder herstellen. Philipp Pönisch verwandelte im Angriffszentrum einen Ball, der ihm mehr oder weniger von unseren Abwehrspielern serviert wurde. Nun war unserer Mannschaft anzumerken, dass der Glaube an einen Punktgewinn völlig abhanden gekommen war. Unsicherheiten in der Abwehr führten ein ums andere Mal zu sehr gefährlichen Schüssen auf unser Tor. Die Tore von Andor Müller in der 63. Minute und Christopher Groll in der 72. Minute waren die logische Konsequenz. Insgesamt eine sehr schwache Leistung unserer Mannschaft, die in einem Stadtderby nicht unbedingt zu erwarten war.

Kein Lohn für Bemühungen !

Oranienburger FC Eintracht – FC Stahl Brandenburg 0:1 (0:0)

OFC: Schrobback – Witte, Kretschmann, P. Fleischer, Grüning – Lenz, Pritzel (86.Völkel), Adomah – Czasch, Meyer – Voß (68.Markgraf)
Stahl: Böhm – Kollewe, Franceschini Machado, Schimpf (90. Oliveira de Oliveira), Schubarth – Schmidt, Conrado Prudente (70. Myller Silva), Wasaki, Bulatov – Abe, Aihara (90.+1 Batchou),

Beste Spieler: Adomah, Meyer (beide OFC), – Conrado Prudente, Bulatov (beide Stahl)
Zuschauer: 165 in der „Carollis Toleranz Arena“, Oranienburg

Torfolge: 0:1 (76.) Abe,                                   Schiedsrichter: Pascal Reisener (Eisenhüttenstadt)

Auch nach dem dritten Rückrundenspiel war dem Hausherrn die Enttäuschung anzusehen, dass man sich nach einer aufopferungsvollen Leistung wiederum nicht mit Punkte belohnte. Lange Zeit konnte der mit viel Leidenschaft spielende OFC das berüchtigte „Stahl-Feuer“ eindämmen. Erst in der Schlussphase loderte es einmal richtig auf, als die Havelstädter mit einem schnellen Konter, den der wieselflinke Abe (76.) jedoch aus abseitsverdächtiger Position, gekonnt zum Siegtreffer nutzte. In der gutklassigen und temporeichen Partie hatten die international besetzten und sehr spielstarken Gäste im ersten Abschnitt zwar leichte optische Vorteile. Doch der Gastgeber stemmte sich mit einem hohen Engagement dagegen und verzeichnete dabei die besseren Gelegenheiten. So konnte die Gelegenheit von Christian Voß (8.) von der Stahl-Abwehr gerade noch so abgeblockt werden und beim Schuss von Timothy Pritzel nach einer halben Stunde musste Christoph Böhm im Stahl-Gehäuse schon sein Können unter Beweis stellen. Auch nach dem Wechsel schien der OFC der Führung näher, doch kurz nach Wiederbeginn verfehlte Christian Voß in aussichtsreicher Position knapp. Doch nach und nach wurde das bis dahin schon sehr quirlige und ansehnliche Spiel der Gäste auch zielstrebiger und torgefährlicher. So musste Nick Schrobback im OFC-Gehäuse Kopf und Kragen gegen Conrado Prudente (50.) und gegen Armin Schmidt (57.) riskieren um einen Rückstand zu verhindern. Nach dem sich anbahnenden und bereits geschilderten Gästetreffer versuchte der Platzbesitzer zwar alles um noch einen Punkt zu retten, doch die Standards von Tobias Völkel (87.) und Tim Meyer (90.+2) brachten nicht den gewünschten Erfolg. Am Ende zeigte sich Stahl-Trainer Eckhard Märzke sehr zufrieden, der seinem Team eine gute Leistung bescheinigte und von einem verdienten Sieg sprach.
Auch OFC-Trainer Hans Oertwig fand nach Spielende nur lobende Worte für die Gäste. Es war die beste Mannschaft die bislang hier spielte, bedauerte jedoch, dass sich sein Team für eine tolle Moral nicht belohnte.