Nach souveräner Vorrunde eingebrochen!

OFC landet beim Hirsch Event-Cup in Hohen Neuendorf nur auf dem 4. Platz

Der in der Vorrunde stark spielende OFC war mit erfrischendem Fußball beim Hirsch Event-Cup des FSV Forst Borgsdorf am Sonnabendnachmittag in der Hohen Neuendorfer Stadthalle ins Halbfinale eingezogen. Dann konnten die Oranienburger an ihre zuvor gezeigten guten Leistungen in der Vorrunde nicht mehr anknüpfen. Das Halbfinale gegen den Stadtrivalen TuS 1896 Sachsenhausen wurde mit 1:4 verloren. „Das Halbfinale hat uns das Genick gebrochen“, erklärte Oranienburgs Frederic Schütze auch die spätere Pleite im Spiel um Platz 3 gegen den Birkenwerder BC, das ebenfalls mit 4:6 Toren verloren wurde. Im Finale setzte sich dann der TuS 1896 Sachsenhausen, der schon nach der Vorrunde fast vor dem Ausscheiden stand, sicher mit 4:1 gegen den Landesligisten FC 98 Hennigsdorf durch. Nach dem Turnier meinte OFC-Trainer Hans Oertwig: „Wir haben in der Vorrunde toll gespielt. Aber es ist egal, wen ich mitnehme – wenn’s gegen TuS geht, haben alle einen Bolzen in der Hose. Da haben wir uns wieder selbst besiegt. Über die Platzierung bin ich enttäuscht. Sachsenhausen hat sich glänzend gesteigert.“

Spiele Gruppe A
TuS 1896 Sachsenhausen – Birkenwerder BC 1:2
Forst Borgsdorf – FSV Pockau 3:1
TuS 1896 Sachsenhausen – Forst Borgsdorf 2:2
Birkenwerder BC – FSV Pockau 2:0
TuS 1896 Sachsenhausen – FSV Pockau 4:1
Birkenwerder BC – Forst Borgsdorf 4:3

Spiele Gruppe B
Oranienburger FCE – Grün-Weiß Bergfelde 4:1
Blau-Weiß Hohen Neuendorf – FC 98 Hennigsdorf 1:2
Oranienburger FCE – Blau-Weiß Hohen Neuendorf 3:1
Grün-Weiß Bergfelde – FC 98 Hennigsdorf 0:3
Oranienburger FCE – FC 98 Hennigsdorf 2:1
Grün-Weiß Bergfelde – BW Hohen Neuendorf 0:5

Abschlusstabelle Gruppe A
1. Birkenwerder BC                         9 Punkte – 8:4 Tore
2. TuS 1896 Sachsenhausen          4 Punkte – 7:5 Tore

3. Forst Borgsdorf                              4 Punkte – 8:7 Tore
4. FSV Pockau                                   0 Punkte – 2:9 Tore

Abschlusstabelle Gruppe B
1. Oranienburger FCE                     9 Punkte – 9:3 Tore
2. FC 98 Hennigsdorf                      6 Punkte – 6:3 Tore

3. Blau-Weiß Hohen Neuendorf        3 Punkte – 7:5 Tore
4. Grün-Weiß Bergfelde                    0 Punkte – 1:12 Tore

Halbfinale
Spiel 1 – Birkenwerder BC – FC 98 Hennigsdorf 0:3
Spiel 2 – Oranienburger FCE – TuS Sachsenhausen 1:4

Platzierungsspiele
Spiel Platz 5: Forst Borgsdorf – Blau-Weiß Hohen Neuendorf 3:1
Spiel Platz 7: FSV Pockau – Grün-Weiß Bergfelde 0:4

Spiel um Platz 3:
Birkenwerder BC – Oranienburger FCE 6:4
Finale:

TuS Sachsenhausen – FC 98 Hennigsdorf 4:1

Torgeschenk an Gäste !

Oranienburger FC Eintracht  – Werderaner FC Viktoria 1920      2:2 (0:1)

OFC:
Pankow – Völkel, Malanowski, Adomah, Kretschmann – F. Schütze, Lenz – Guski, Rentmeister, A. Schütze – Unger (43. Meyer)
WFC: Stuht – Heller, Beckmann, Blondzik, Bolz – Neuschäfer-Rube, M. Schmidt, Schultz, Ronis –  Günel (90.+3 Kobold), Herfurth (73. Agwaze)

Gelbe Karten: Kretschmann (F), (OFC) – Schultz (F), Herfurth (F), Blondzik (F), M. Schmidt (F),
Heller (U) Agwaze (F)  (alle WFC)
Gelb/Rote Karte: M. Schmidt (F) (78. WFC), Heller (U) (90.+5 WFC)

Beste Spieler: Malanowski, Rentmeister (beide OFC), Stuth, Herfurth (beide WFC)
Zuschauer: 102 in der „ORAFOL – Arena“, Oranienburg         Schiedsrichter: Christian Gorczak  (Berlin)

Torschütze:  0:1 (11.) Herfurth, 1:1 (62.) Guski, 1:2 (63.) Günel, 2:2 (83.) Rentmeister

(rl) Zum Abschluss einer beeindruckenden Hinrunde gab es für den OFC gegen das Schlusslicht Werderaner FC bei schwierigen Bedingungen zwar nur eine 2:2 (0:1) Punkteteilung. Doch die meisten Fans der Einheimischen konnten dieses Resultat richtig einschätzen und blickten voller Stolz auf die Tabelle, wo sich der OFC zur Winterpause auf dem 2. Tabellenplatz befindet. In einer insgesamt höhepunktarmen ersten Hälfte zeigte sich der Gastgeber doch etwas überrascht vom couragierten Auftreten der Gäste aus der Blütenstadt. So bemängelte OFC-Trainer Hans Oertwig nach Spielende auch die zu diesem Zeitpunkt fehlende Körpersprache seiner Mannschaft. Hinzu kam, dass ein haarsträubender individueller Fehler der OFC-Abwehr den Führungstreffer durch Philipp Herfurth begünstigte, der mit einem Flachschuss ins kurze Eck traf. Einziger Aufreger in den OFC-Reihen im ersten Abschnitt war der verletzungsbedingte Ausfall von Miguel Unger (43.) der nach einem unglücklichen Zusammenprall im Mittelfeld vom Feld musste. Mit einer ganz anderen Einstellung kehrte der OFC dann in die 2.Hälfte zurück. Schon kurz nach Wiederbeginn hatte Norman Guski (46.) den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Schlenzer verfehlte knapp das Ziel. Nach einer guten Stunde sollten dann  einige kuriose Szenen folgen. Nach einem Foulspiel an Alexander Schütze spielten die Gäste das Leder zur Betreuung ins Seitenaus. Als Frederic Schütze das Leder dann wieder in Richtung der Werderaner ins Spiel brachte spritzte OFC-Torjäger Norman Guski zum Erstaunen der verdutzten Gäste dazwischen, umkurvte den Torhüter und verwandelte zum Ausgleich. Das diese Aktion nicht dem Fairplay-Gedanken entsprach erkannten auch sehr schnell seine Mannschaftskameraden. Beim Wiederanstoß ließ das gesamte OFC-Team Ramazan Günel freie Bahn, der schließlich zur erneuten Gästeführung vollendete. Doch mit dieser drohenden Niederlage wollte sich der eine phantastische Hinrunde spielende Gastgeber noch nicht abfinden. Mit viel Willen und Leidenschaft drängte der Platzbesitzer die nicht wie ein Schlusslicht spielenden Blütenstädter in ihre Hälfte. Und sieben Minuten vor dem Abpfiff wurden die Gastgeber für ihren Aufwand belohnt, als Sascha Rentmeister, nach einem Eckball von Tim Meyer, per Kopf zum Ausgleich und Endergebnis traf. Wenn man nicht gewinnen kann muss man wenigstens alles dafür tun um nicht zu verlieren, meinte nach dem Abpfiff ein zufriedener OFC-Trainer Hans Oertwig. Emotional angetan zeigte er sich zudem von der Szene zum 1:1 Ausgleich und dem anschließenden Verhalten seines Teams. Auch WFC-Trainer Martin Nitzsche war begeistert von dieser coolen Aktion des OFC und lobte sein Team für eine gute kämpferische Leistung trotz arger Personalsorgen.