Sieg leichtfertig verschenkt !

Oranienburger FC Eintracht II  – SV Blau-Weiss 90 Gartz    2:2  (2:0)

Torfolge:          1:0 (27.) Meyer, 2:0 (31.) Meyer, 2:1 (90.+3 Foulstrafstoß) Wendland,
2:2 (90.+6) Wendland,

Schiedsrichter: Guderjahn (Brandenburg)

(rl) Wie man leichtfertig mit einer beruhigenden Führung umgehen kann, stellte die OFC-Reserve am Sonnabendmittag gegen einen ausgebufften Kontrahenten aus der Uckermark unter Beweis. Bis weit in die Schlussphase führte das personell gut bestückte Team von OFC-Coach Imre Kalman sicher mit 2:0 (2:0) und musste sich in den Schlussminuten eines Besseren belehren lassen. Lange Zeit hatte der OFC das Geschehen deutlich bestimmt und führte nach einem Doppelpack durch Tim Meyer (27., 31.) auch recht deutlich. Nach Wiederbeginn konnte man sich im Unterbewusstsein schon einige Sorgen um die OFC-Youngster machen, die nun nicht mehr so konzentriert wirkten. Die Gäste sorgten vor allem  durch ihre Routiniers Eric Duckert (68.), Nico Wendlandt (72.) und Martin Lenke (78.) immer wieder für gefährliche Situationen. Dennoch schien es nur eine Frage der Zeit ehe der Gastgeber seine durchaus vorhandenen Möglichkeiten durch Maurice Klauke (70.), Marc Markgraf (82.), Tim Meyer (84.) und Christopher Prußok (90.+1) endlich zur Vorentscheidung nutzen würde. Doch dann kamen in der Nachspielzeit die Minuten des Gäste-Torjägers Nico Wendlandt. Zuerst verwandelte er einen Foulstrafstoß (90.+3) sicher, nachdem zuvor Fabian Schünemann im Strafraum regelwidrig attackiert worden war. Dieser Gegentreffer versetze den Gastgeber in Panik, was zur Folge hatte, dass sich OFC-Torhüter Christian Mimietz nach dem Wiederanstoß zu einer verbalen Entgleisung hinreißen ließ. Den daraus resultierenden Freistoß im OFC-Strafraum ließ sich Routinier Nico Wendland nicht entgehen, der in der 6. Nachspielminute den überglücklichen Ausgleich der Gäste erzielte. Noch weit nach Spielende war ein noch immer emotionsgeladener OFC-Trainer Imre Kalman stinksauer auf sein Team als  er meinte: Immer wieder bringen uns Undiszipliniertheiten einzelner Akteure um den Lohn unserer Arbeit.

OFC II: Mimietz, Hofmann, Schulze (75. Prußok), Dachwitz, Klauke (81. Ali Dieb), P. Fleischer (87. K. Fleischer), Gerike, Hessler, Nassar, Meyer, Markgraf

OFC dämmt „Stahl-Feuer“ ein!

FC Stahl Brandenburg – Oranienburger FC Eintracht         1:1   (0:0)

Stahl: Böhm – Schimpf, Machado, Kollewe – Sayama (46.Madaminov), Karaterzi (68.Schubarth), Bulatow, Tarnow (75.Oppenborn) – Meyer, Prudente, Köhn

OFC: Herrmann – Witte (46. Völkel), Fredric Schütze, Malanowski, Knaack – Kretschmann, Adomah, Lenz (67. Neves Fraga), Rentmeister –  Guski, May

Zuschauer: 95 im „Stadion am Quenz, Brandenburg          Schiedsrichter: Christoph Bäck  (Zahna)

Torfolge:  1:0 (63.Eigentor) Malanowski, 1:1 (71.) Rentmeister,

(rl) Mit einer sehr ordentlichen Leistung sicherte sich der OFC bei der heimstarken Elf von Stahl Brandenburg einen verdienten Punktgewinn. In der recht ausgeglichenen Partie zeigte sich der Gastgeber von Anbeginn überrascht von der mutigen und offensiven Spielweise der Gäste. So fanden die Platzbesitzer über weite Strecken nicht zu ihrem gewohnt gefährlichen Angriffsspiel und somit gelang es dem OFC das gefürchtete „Stahl-Feuer“ einzudämmen. Nur einmal musste OFC-Torhüter Henrik Herrmann vor der Pause beherzt eingreifen, als er dem ansonsten so torgefährlichen Stahl-Angreifer Conrado Prudente (23.) den Schneid abkaufte. Auf der Gegenseite stand Kelvin Adomah (44.) kurz vor dem Seitenwechsel vor dem Führungstreffer der Gäste, doch Daniel Schimpf konnte die Situation im letzten Moment auf der Linie bereinigen. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Geschehen, die munter aufspielenden Gäste verzeichneten mehr Ballbesitz und  hatten zudem einige gute Gelegenheiten durch Frederic Schütze (51.), Norman Guski (55.) und Sebastian May (59.). Völlig überraschend und aus dem Nichts dann die Führung für die Märzke-Schützlinge. Nach einer Eingabe des eingewechselten Azizbek Madaminov versuchte OFC-Kapitän Jerome Malanowski zu klären, doch das Leder rutschte unglücklicherweise ins eigene kurze Eck. Doch die Gäste ließen sich davon nicht beeindrucken, bewiesen Moral und hatten die passende Antwort parat. Nur 8 Minuten später hatte der kurz zuvor eingewechselte Felipe Neves Fraga bereits den Ausgleich auf dem Fuß. Im Nachsetzen behielt dann jedoch Norman Guski kühlen Kopf und die Übersicht als er mustergültig Sascha Rentmeister bediente der den verdienten Ausgleich markierte. In der Schlussphase wollte der OFC noch mehr doch der Siegtreffer blieb ihnen verwehrt. Dennoch zeigte sich OFC-Trainer Hans Oertwig nach Spielende mit dem Auftritt seines Teams sehr zufrieden als er meinte: Wir hätten die Sahne auf den Kuchen packen können doch dazu hätten wir bei unseren Chancen mehr Entschlossenheit zeigen müssen.